Motorische Grenzen beim Zähneputzen für Kleinkinder

Zähneputzen wird in Etappen erlernt. Mit dem Älter werden des Kindes, werden auch die motorischen Fähigkeiten ihres Kindes besser.

Die Entwicklung der Greifbewegung
   »    Im Alter von 5-6 Monaten ist ein gesteuertes Zugreifen durch Ihr Kind möglich.
   »    Mit 8 Monaten benutzt Ihr Kind den Pinzettengriff. Der Pinzettengriff beschreibt das Greifen von Gegenständen mit Daumen und Zeigefinger.
   »    Im 10 Monaten wird der Daumengriff eingesetzt.
   »    Mit etwa 18 Monaten kann es beginnen, die Borsten auf den Zahnflächen hin- und herzuführen.
   »    Ab dem 24 Lebensmonaten greift das Kind mit dem Faustgriff, dadurch wird die Innenhandstabilität erreicht
   »    Kreisförmige Putzbewegungen auf den Außenflächen kann es mit etwa viereinhalb Jahren ausführen

Diese Aufzählung erklärt, warum Frau Prof.Makuch (Leipzig) sagt: "Oft wird unterschätzt, welche immense feinmotorische Leistung das Zähneputzen ist". Deshalb dürfen Sie als Eltern das Zähneputzen dem Kind nicht selbst überlassen. Sonst erlernt ihr Kind unter Umständen falsche Bewegungen, auf jeden Fall müssen Sie als Eltern nachputzen, damit die Zähne auch richtig sauber werden. Mindestens bis zur Einschulung sollten sie immer kontrollieren.
"Ein Kind kann nur so gut Zähne putzen wie es malen kann", vergleicht Thumeyer. Zusätzlich putzen alle Eltern abends alle Kinderzähne von allen Seiten sauber, bis ihre Kinder flüssig Schreibschrift schreiben können.
"Eine wesentliche Aufgabe der Eltern ist es, das Zähneputzen zu ritualisieren: Es gehört zum Alltag wie das Händewaschen", erläutert Müller-Barth. Mutter und Vater haben Vorbildfunktion. "Sie können beispielsweise ihre Zähne parallel zum Kind vor dem Spiegel putzen", rät Prof. Makuch.

Zudem müssen sie die Bürste ersetzen, sobald die Borsten strubbelig sind.